Das war die KDNW-Winterserie für Mädchen und Frauen 2017

Frauen1Teil 1:
In dem zweistündigen Training wurden die Teilnehmerinnen dieses Mal gezielt "überfordert" - im wahrsten Sinne des Wortes - denn: Schwerpunkt des Trainings war Randori mit der Aufgabe, andere Reize wahrzunehmen, als "nur" den Gegner (bzw. die Gegnerin) und die eigenen Techniken. Aufmerksam sollten die Kämpferinnen auf das zu achten, was Susanne WÄHREND des Randori tat. So stellte sie z. B. eine Rechenaufgabe, deren Lösung nach der Randori-Runde abgefragt wurde, nannte verschiedene Begriffe, oder aber ging zwischen den kämpfenden Paaren umher und machte Bewegungen verschiedenster Art, wie z. B. einen Hampelmann. All dies sollten wahrgenommen und be- bzw. gemerkt werden - keine leichte Aufgabe, wie schnell deutlich wurde!

Eine weitere Aufgabe war das Randori unter bestimmten Vorgaben; so gab Susanne vor, dass beispielsweise ausschließlich Punkte mit der rechten Faust und dem linken Fuß (oder umgekehrt) erzielt werden durften. Dies erforderte Konzentration und Koordination, irgendwie wollte doch immer die "falsche" Faust nach vorne...Susanne allerdings war gerade mit der Lösung dieser Aufgabe sehr zufrieden - eine tolle Motivation für alle! Zwei Stunden Kumite-Training vergingen wie im Flug, und alle freuen sich schon auf den nächsten Termin - und die nächsten Anforderungen!
Text und Foto: Christiane Vogel

frauen2Teil 2:
"Chefin auf dem Tatami" des zweiten Teils der Winterserie war Kerstin Rosendahl. Die A-Trainerin und Trägerin des 4. Dans betreibt seit 1998 Wettkampfsport, war Deutsche Meisterin und Vizemeisterin mit dem NRW-Team und wurde 2015 Deutsche Meisterin in der Masterklasse (Ü30). Ihr Thema für diese Trainingseinheit war "Distanz/Distanzverhalten" im Kumite. Gleich beim Aufwärmen griff sie dieses Schwerpunkt auf, und wir fanden uns Partnerübungen wieder, in denen wir - konzentriert auf unseres jeweiliges Gegenüber - eine vorgegebene Distanz ("normale Sicht" versus "gespiegelte Sicht") halten und dabei die beobachten Bewegungsmuster mitmachten mussten. In der Haupteinheit dann stellte Kerstin uns Aufgaben, in denen es am Beispiel des "Kizami" darum ging, die passende Distanz zu finden und mit bzw. in ihr zu agieren. Darauf aufbauend erweiterte sie die Aufgabe dann um "die Reaktion des Partners" als nächste Schwierigkeit. Ein großer Vorteil der Winterserie ist es ja, dass man die Möglichkeit hat, mit Partnerinnen aus anderen Vereinen gemeinsam zu trainineren, sodass man sich wirklich immer auf einen neuen Partner und anderen - ungewohnte - Bewegungsmuster und Reaktionen einstellen muss; gemeinsames Lernen in optimaler Form! Offensichtlich "lernten" wir heute "ganz gut", denn Kerstin zeigte sich sehr zufrieden und stellte uns dann als nächste Aufgabe das Bewegungs- bzw. Angriffsmuster des "Folgeangriffs" - NICHT: der DOPPELTECHNIK. Anschaulich demonstrierte sie immer wieder mit deutlich schauspielerischem Talent und in ansprechend lockerer Art die "Dont's", die wir während der Übungen "anboten" - so wurden auch unser aller Lachmuskeln beansprucht...So vermittelte sie ihre Botschaft sehr gut und und für uns praktikabel sowie umsetzbar, was sich u. a.  am Rötungsgrad der Gesichter und vor allem des Schweißaufkommens zeigte. Wir bedanken uns bei Kerstin für eine wirklich tolle, sehr lehrreiche Trainingseinheit!
Text und Foto: Birgit Buddendiek

frauen3Teil 3:
Im dritten Teil der Winterserie im Karate-Dojo Buer übernahm Susanne Nitschmann wieder das Ruder. Gleich zu Beginn "erfreute" und forderte sie uns mit einer interessanten Partnerübung: ein Partner umrundete den anderen, derjenige im "Zentrum" trat jweils Mawash-Geri chudan - egal, ob der Äußere vorwärts oder rückwärts ging oder auch die Seite bzw. das Tempo wechselte. So aufgewärmt und mit zwar nicht rauchenden, aber leicht drehenden Köpfen, begaben wir uns ins Techniktraining, bei dem Susanne den Schwerpunkt eben auf den Mawashi-Geri legt - jeweils als Folgetechnik, also nach einer vorbereitenden Aktion wie z. B. Kizami-Zuki. Im zweiten Teil des Trainings hatten wir dann Gelegenheit, dies beim Randori mit stetig wechselnden Partnerinnen in wechselnden Gruppen anzuwenden bzw. zu üben - theoretisch zumindest. Denn, wie wir feststellen mussten, die Umsetzung in die Praxis sah anders aus: vorwiegend wandten wir beim Kämpfen dann doch alte, gewohnte Muster an. So ermahnte uns Susanne dann auch in ihrem Resümee eindringlich, darauf zu achten und, uns wirklich zu zwingen, ungewohnte und neue Bewegungsmuster, die im Techniktrainig erarbeitet werden, dann auch ganz bewusst zu üben - also sich aus der persönlichen Komfortzone herauszubewegen! Ein wertvoller Hinweis, den wir uns zu Herzen nehmen werden! Sie hielt aber auch ein Lob für uns parat; technisch hatten wir zu ihrer Zufriedenheit trainiert! Darüberhinaus gab sie viele persönliche Tipps und Anregungen während des Randoris - und so nehmen alle ein ganzes Paket an Informationen mit. Mit diesem Teil endet die diesjährige Winterserie leider - und wir alle freuen uns schon auf nächstes Jahr! Unser herzlicher Dank geht an Susanne und auch Kerstin für das immer abwechslungsreiche, fordernde, auf unsere Bedürfnisse ausgerichtete Training!
Im Anschluss an das Training wurde der Landesfrauentag abgehalten.
Text und Foto: Birgit Buddendiek

 

 


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