Gelungene Mischung, volles Programm: Fortbildungswochenende der KDNW-Kampfrichter/innen vom 24. – 26. November 2017

LKR LG 2017 5(EMA) Jährlich Ende November treffen sich die Kampfrichter/innen des KDNW für ein Fortbildungswochenende in der Sportschule Hennef. Auch diesmal hatte die Doppelspitze aus Landeskampfrichterreferent Uwe Portugall und Stellvertreter Ralf Vogt ein Rundumpaket geschnürt, das keine Wünsche offen ließ: Theorie-Unterricht im Regelwerk, Kata-Training in zwei unterschiedlichen Stilrichtungen, Videoanalyse von der WM, Gestikschulung und praktische Arbeit auf der Tatami in Kumite und Kata.

Nach der Begrüßung und der Würdigung besonderer Verdienste und Erfolge der Kollegen/innen im Jahr 2017 – neue Lizenzen, Dan-Grade, eigene Wettkampferfolge, aber auch runde Geburtstage – wurde am Freitagabend zunächst die neue Landeskampfrichterkommission ins Amt gesetzt: Neben Referent und Stellvertreter sind dies für die kommenden zwei Jahre nun Katja Jansen, Dieter Koch und Adriatik Shabani. Anschließend ging es in die Turnhalle zum Training der Kata Nipaipo unter Leitung von Uwe Portugall, bevor man in geselliger Runde den ersten Abend ausklingen ließ und sich auf das weitere Wochenende einstimmte.

Die Theorie-Einheit am Samstag widmete Uwe Portugall vor allem der Zehn-Sekunden-Regel. Wenn ein Sportler zu Boden geht und nicht innerhalb von zehn Sekunden wieder sicher auf die Beine kommt, lastet eine große Verantwortung auf dem Referee. Beispielhaft wurden verschiedene mögliche Situationen gedanklich durchgespielt, um im Fall der Fälle einen kühlen Kopf bewahren und die richtige Entscheidung treffen zu können. Bevor in einer weiteren Trainingseinheit die Kata vom Vortag wiederholt und vertieft wurde, gab es eine Gestikschulung – ein gute Kommunikation mit dem Kampfgericht, klare Signale und ein souveränes Auftreten sind die Basis, um einen Kampf gut zu leiten. Nach dem Mittagessen füllte sich die Turnhalle mit jungen Karateka aus NRW und Rheinland-Pfalz, die mit ihren Trainern wieder angereist waren, um die Kampfrichter bei ihrer Fortbildung zu unterstützen und selbst im Shiai Erfahrungen und Feedback zu sammeln – herzlichen Dank für die Kooperation! Zum Abschluss des Tages wurden Videos von der WM und anderen internationalen Maßnahmen 2017 gezeigt und im Plenum ausgewertet. Bei dem einen oder anderen Kölsch driftete man langsam in den informellen Teil des Abends.

Der Sonntag begann morgens in der Halle, wo Ralf Vogt eine Einheit zur Kata Enpi gab. Ein ungewohntes Bild ergab sich dann für die Kata-Athleten, die zum Vergleichskampf anreisten: Gleich sieben Kampfrichter (statt sonst fünf) gaben ihr Urteil ab. Nachdem diese ihre Entscheidung intern diskutiert hatten, bekamen die Sportler und ihre Trainer von Uwe Portugall oder Ralf Vogt ein persönliches fachliches Feedback, um die Darbietung aus Kampfrichtersicht weiter optimieren zu können – eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Mit dem gemeinsamen Mittagessen fand ein randvoll gepacktes Fortbildungswochenende seinen Abschluss. Neben den Kampfrichter/innen aus NRW traten auch zwei Kollegen glücklich ihren langen Heimweg nach Berlin bzw. Hamburg an – für die Gastteilnahme am KDNW-Lehrgang hatten sie weder Kosten noch Mühen gescheut: „Ihr seid eine tolle Truppe und macht das richtig super!“

Im Rahmen des Lehrganges fanden auch theoretische und praktische Prüfungen statt. Wir gratulieren: Christian Niehues und Mujahed Shtaya (Landeskampfrichter Kumite-A ) sowie Steven Poggel, David Knispel und Rene Schlegel (Landeskampfrichter Kumite-B, Landeskampfrichter Kata) und Merlin Wehmeier (Landeskampfrichter Kata).

Wer auf der Suche nach neuen Impulsen und Herausforderungen für seinen Karate-Weg ist und etwas eigene Wettkampferfahrung sowie ausreichend freie Wochenenden und Engagement mitbringt, ist herzlich zur Bezirkskampfrichterausbildung am 13. Januar 2018 in Dortmund eingeladen (Anmeldung über die KDNW-Geschäftsstelle).

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Text: Altmann
Fotos: Nietsch, Altmann


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