Selbstverteidigung

SV Karate  
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Karate = Selbstverteidigung?!

„TE ist eine Kunst! Allen Menschen, die eine Form von Kunst praktizieren, sollte die Freiheit gegeben sein, ihrer Kunst in einer speziellen Weise Ausdruck zu verleihen. Denn ohne Freiheit in der Interpretation, wie könnte da eine Kunst existieren?" In den letzten Jahren werben viele Vereine oder Schulen mit den Begriffen „effektive oder realistische Selbstverteidigung".

Karate oder andere Kampfkünste werden erst einmal nicht damit in Verbindung gebracht. Selbst in den Reihen der Karateka betrachten einige die Selbstverteidigung wie eine neue Stilrichtung. Dabei wird grundsätzlich vergessen, dass alle Kampfkünste nur zum Zwecke der Verteidigung entwickelt wurden. Mit der Prüfungsordnung für das „Stiloffene Karate" hat der DKV für seine Mitglieder die Möglichkeit geschaffen,  sich aus verschiedenen Wahlteilen einen Prüfungsschwerpunkt auszusuchen.  Durch diese Möglichkeit kann der Prüfling seine individuellen Fähigkeiten im Karate positiv darstellen. Die Selbstverteidigung ist einer dieser Wahlteile.

In vielen Vereinen wird Selbstverteidigung nur unzureichend trainiert. Aus diesem Grund ist das Umsetzen der Prüfungsordnung äußerst schwierig. Immer wieder werden Fragen gestellt, die darauf schließen lassen, dass Karate nicht als Selbstverteidigungskunst gesehen wird. Auch fehlt die Kreativität, Techniken aus dem Karate so zu modifizieren, dass eine reale Anwendung möglich wird. Verwunderung kommt auf, wenn Katasequenzen Anwendung finden (Bunkai) und damit ein Angreifer blitzschnell ausgeschaltet werden soll. Bunkai, also die Aufschlüsselung der Kata, ist die älteste, eine harte sowie realistische Form der Selbstverteidigung. Es ist die Kunst, einen Angreifer so schnell wie möglich mit geringem Aufwand auszuschalten! Die für die Selbstverteidigung erforderlichen Techniken finden wir also auch in der Kata. Wir müssen uns nur öffnen und auch bereit sein anzuerkennen, dass Karate ultimativ und absolut kompromisslos sein kann. Karate-Romantik hat keinen Platz im klassischen Bunkai und der sog. Selbstverteidigung. Alle Techniken müssen real anwendbar sein.

Ein Grundsatz des Karate bleibt jedoch unumstößlich: „Karate ni sen te nashi!" - Im Karate gibt es keinen ersten Angriff! Karate (Selbstverteidigung) ist eine individuelle Kunst. Bei jedem Menschen sehen Techniken anders aus oder müssen aufgrund der unterschiedlichen Körperlichkeit anders ausgeführt werden. Unter Umständen finden einzelne Techniken gar keine Anwendung. Äußere Einflüsse wie Dunkelheit, glatter oder unebener Untergrund, normale, dem Alltag angepasste Kleidung, enge Räume, Stress und plötzlich aufsteigende Ängste beeinflussen uns in unseren Handlungsmöglichkeiten.

Eine einfache, aber nicht unerhebliche Einschränkung, stellt unsere Kleidung dar. Sie schränkt uns in unserer Bewegungsfreiheit stark ein. Hohe Fußtechniken sind deshalb in einer Verteidigungssituation nicht ratsam. Aus diesem Grunde wurde die in der vorliegenden Bildreihe dargestellte Situation nicht im Gi ausgeführt. Es wäre lebensfremd, denn eine mögliche Bedrohung begegnet uns nicht in der Turnhalle, sondern in einer für uns alltäglichen Umgebung wie einem Bahnhof, einem Restaurant oder auch bei einem Spaziergang mit unserer Familie. Bei den nachfolgenden Bildern haben wir uns entschieden, der dynamischen Bewegung den Vorrang gegenüber gestellten Einzelaufnahmen einzuräumen.

Selbstverteidigung KarateSelbstverständlich kann der dargestellte Angriff auch durch andere Techniken abgewehrt werden. Es wird nur eine von vielen Möglichkeiten der Verteidigung aufgezeigt. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Durch die vorgestellte Bildreihe sollen lediglich Anregungen gegeben werden.

Für Anfragen zum Thema „Selbstverteidigung", Lehrgänge für einzelne Verein, spezielle Gruppen oder spezielle Lehrgangsthematiken sowie Anfragen zur Prüfungsordnung  stehen wir gerne zur Verfügung. 

Ludwig Binder: karateatbinder-neuss.de

Jörg Kerschek: webmasteratkarate-renshin-marl.de


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