Aus unsern Dojos: Selbstverteidigungslehrgang in Münster

3 Pratzen FrauenZwei großartige Trainer waren Ende Januar 2017 Gastgeber eines Lehrgangs für Selbstverteidigung in Münster. Exil-Dojoleiter Kay Frey, der seit mehreren Jahren in der Schweiz lebt und Igor Talochka gaben den Teilnehmern viele spannende, Ernst zu nehmende Tipps, die intensiv geübt werden konnten. Gerechnet hatte das Orga-Team mit ca. 30-40 Teilnehmern. Letztlich wurde der Lehrgang bei 70 Voranmeldungen „geschlossen“. Gäste aus acht Vereinen waren gekommen, sogar aus dem ca. 200 km entfernten Seelze. Sie wurden nicht enttäuscht.

Kay Frey, der seit 30 Jahren Karate betreibt und den 4. Dan der Stilrichtung Goju-Ryu trägt, begann mit deeskalativen Strategien. „In vielen brenzligen Situationen genügt eine klare verbale Ansage“, betonte er. „Eine eindeutige Gestik und ein lautes ‚Stop!‘ zeigen dem Gegenüber die Grenze auf und machen die Umstehenden auf die eigene Lage aufmerksam.“ Auch für den Fall, dass dies nicht ausreicht, vermittelte er einfache Techniken bzw. Technikfolgen, die in Selbstverteidigungssituationen zur Anwendung kommen können. Er konzentrierte sich dabei insbesondere auf die Reaktion auf Schubsen, Schieben und Greifen. Aber auch die Abwehr von Faustschlägen wurde von Kay Frey thematisiert. An dieser Stelle knüpfte Igor Talochka, der verschiedene Kampfkünste und Selbstverteidigungssysteme trainiert hat und den 2. Dan im Goju-Ryu trägt, an. Zunächst ging es darum, sich gegen einen aggressiven Gegner zu verteidigen, der darauf aus ist, Gewalt anzuwenden. Gegen einen solchen Angreifer ist entschlossene Gegenwehr von Nöten und Igor Talochka vermittelte entsprechende Abwehrtechniken. Im „Finale“ ging er darauf ein, wie man sich gegenüber einer Gruppe von Angreifern verhalten muss. Er zeigte nicht nur Wege auf, allein einer solchen Umzingelung zu entkommen, sondern auch, wie man einer weiteren, verletzten Person hilft. Es wurde intensiv trainiert und ordentlich geschwitzt – am Ende des langen Trainingstages blickte das Orga-Team in zufriedene, oft grinsende Gesichter. Igor Talochka brachte den Inhalt des Tages auf den Punkt: „Es ist immer das Beste, körperlichen Auseinandersetzungen aus dem Weg zu gehen und wenn möglich die Flucht zu ergreifen. Aber wenn ein Kampf unvermeidbar ist, muss man sich ihm entschlossen stellen.“

Text: Christoph Valentin und Judith Niemann
Foto: Stephan Junker


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