Aus unseren Dojos: Shihan Ishikawa (8. Dan) besucht Karate Dojo Renshin Marl

IshikawaMarl(EMA) Nach dem Osterwochenende fand im Karate Dojo Renshin Marl ein Seminar mit Shihan Tadashi Ishikawa (8. Dan), dem Chefausbilder des japanischen Karateverbandes IJKF statt. Mit angereist und als Dolmetscher für Sensei Ishikawa fungierte Andre Kluge (2. Dan) vom Karate Dojo Pantha Rhei aus Sachsen. Sensei Ishikawa, unter dessen Training zahlreiche nationale und internationale Champions sowie zahlreiche Karate-Weltmeister hervorgegangen waren, unterrichtete über sieben Jahre an der Takushoku Universität in Tokyo. Damit ist Ishikawa Sensei einer der bekanntesten japanischen Karatetrainer. In diesem Jahr wurden bereits zahlreiche Seminare in Japan und Indien abgehalten. Auf seiner Tour durch Deutschland machte Ishikawa Sensei, von Rosenheim kommend, für einen Lehrgang nun im Marler Dojo halt. Dies war das erste Mal (und hoffentlich nicht das letzte Mal), dass so hochrangiger Besuch im nördlichen Ruhrgebiet zu Gast war. Die Ansprüche der über 70 Teilnehmer aus Deutschland, der Schweiz und England waren gehoben, da über den gesamten Lehrgang hinweg ein hohes Tempo gefordert wurde. Dabei beeindruckte Sensei Ishikawa, mit 76 Jahren auch nicht mehr der Jüngste, mit seiner Geschmeidigkeit und seiner Geschwindigkeit.
Er legte großen Wert auf korrekten und effektiven Einsatz des ganzen Körpers, um somit die größtmögliche Kraftentfaltung zu entwickeln. Der Lehrgang stand unter dem Motto „Kihon vor dem Kihon“, das heißt: zu trainieren war die aufrechte Körperhaltung, die nie aufgegeben werden darf. Durch Ishikawa Sensei wurden somit die Techniken (z.B. der Oi-Tsuki) in seine Einzelteile zerlegt und Stück für Stück wieder zusammen geführt. Dies war auch für manchen hochrangigen Dan-Träger eine neue Art des Trainings. Wie schwer das war, konnte man nicht nur am eigenen Leib erfahren, sondern auch hören: Error, Error, nein, nein nein“ ertönte es viele Male. Ein weiterer Schwerpunkt war die Beinarbeit. So wurden alle Teilnehmer angehalten, auch in   Zukunft die Beinarbeit intensiv zu trainieren. „Die Beinarbeit muss gut sein. In Japan hat selbst das kleinste Auto große Reifen,“ erzählte er. Sensei Ishikawa konnte sein über Jahrzehnte erworbenes Wissen eindrucksvoll demonstrieren und alle Teilnehmer - ob Kind oder erwachsenen DAN-Träger- mitreißen. Besonders hervorzuheben ist zudem der freundschaftliche Umgang mit den Kindern und jugendlichen Teilnehmern, die er durch seine lockere Art motivierte und viele Male zum Lachen brachte. Weitere Lehrgänge mit Ishikawa Sensei sind in Planung. Ggf. klappt es ja bereits im nächsten Jahr.

Text und Foto: Jörg Kerschek

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