Goju-Ryu: Bericht Jukuren-Lehrgang

Jukuren-LG-2017-07-09-1.tiff(EMA) Am Sonntag, den 9. Juli fand im Kamener Honbu Dojo ein Jukuren-Lehrgang statt. Die Lehrer waren Meister Fritz Nöpel (10. Dan), Sensei Dieter Kießwetter (6. Dan) und Sensei Martin Nienhaus (5. Dan). Rund 20 Karateka waren erschienen.
 
In der theoretischen Einführung behandelte der Meister verschiedene Themen. Zunächst erläuterte er die historischen Ursprünge der verschiedenen Stilrichtungen im Karate Do sowie deren Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Die Kata als Schlüssel zur Beantwortung von Fragen, die sich im Laufe der eigenen Karate-Entwicklung ergeben, war ebenfalls Thema. Des Weiteren ging es um die drei Formen der Selbstverteidigung sowie um häufig vorkommende Fehler, die bei der Vorbereitung auf die Dan-Prüfung gemacht werden. In diesem Zusammenhang wurden auch die Unterschiede zwischen den einzelnen Dan-Graden erklärt. Neben Hinweisen zu den geschichtlichen Hintergründen des Karate-Do in China und Japan erörterte Fritz die Fragen, was für Späteinsteiger wichtig ist und wie sich das Karate entwickelt, wenn man älter wird.
 
Für den praktischen Teil hatte der Meister ein mit Reisstroh umwickeltes Makiwara mitgebracht, an dem die Teilnehmer die Effektivität ihrer Techniken testen konnten. Anschließend wurden die zwölf Fäuste vorgestellt und geübt. Mit dem Partner wurden dann verschiedene Formen der Abwehr gegen einen Packversuch trainiert, wobei die zwölf Fäuste als Konter zum Einsatz kamen.
 
Nach der Pause übernahm Dieter Kießwetter das Training. Er gab eine Einführung in das Tai Chi Chuan, indem er beispielhaft einige Übungen zeigte und trainieren ließ, die sowohl als Gesundheits- oder Energieübungen als auch als Kampfformen ausgeführt werden können. Wichtig war ihm dabei, dass die Bewegungen locker und fließend ausgeführt werden. Die Übungen wurde zuerst als Solo-Form, dann mit dem Partner trainiert. Zusätzlich ging Kießwetter auf die geschichtliche Entwicklung des Tai Chi Chuan in China ein.
 
Fritz macht dann weiter mit den unterschiedlichen Formen der Mawashi Uke. Der Schwerpunkt lag hier auf der sauberen Ausführung der Verteidigung.
 
Den letzten Teil des Lehrgangs leitete Martin Nienhaus. Zu den zuvor geübten Tai Chi Chuan Bewegungen stellte er Partnerformen vor und entwickelte diese weiter. Es zeigte sich, wie wichtig die Prinzipien der Schwerpunktverlagerung und der Rotation sind, um die Kraft des Gegners zu brechen oder aufzunehmen. 
 
Dieses „Treffen der Stile“ demonstrierte den Facettenreichtum der Kampfkunst und lieferte viele Einsichten und Informationen.
 
Text und Foto: Heike Buck

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