Kumite-Edelmetall in Bukarest: WGKF-Championships

WGKF20171.200 Karateka der Stilrichtung Goju-Ryu reisten im September 2017 aus 37 Nationen in die rumänische Hauptstadt Bukarest, um sich bei den 4. WGKF Championships zu messen. Teil des 22-köpfigen deutschen Teams waren fünf Karateka aus dem KDNW: Lucas Maurer (TuS St. Arnold), Lara Boeddinghaus (PSV Bochum), Sandra Wiegers, Anna  Woltering und Alina Krämer (Chikai Karate-Do Wettringen). KDNW-Landestrainer Christian Krämer war als Teamtrainer mit dabei. Gemeinsam mit Michael Hoffmann  (GKD-Vizepräsident) leitet er das Goju-Ryu-Team im DKV. Außerdem mit dabei waren Horst Nehm (WGKF-Vizepräsident und KDNW-Geschäftsführer) und Uwe Portugall (Vorsitzender der WGKF-Kampfrichterkommission und KDNWLandeskampfrichterreferent) sowie Adriatik Shabani (WGKF-Kampfrichter aus dem KDNW). Dem Team blieb vor dem Wettkampf  ein wenig Zeit, sich an die Gegebenheiten vor Ort im Training zu gewöhnen. 

Freitags startete der Wettkampf mit den Starts von Lara im Kata-Wettbewerb der Juniorinnen sowie von Sandra Wiegers im Kumite u21 -68 kg. Lara gewann ihre erste Runde gegen eine Kämpferin aus der Ukraine. Sie kam in der zweiten Begegnung an ihrer italienischen Gegnerin nicht vorbei. Leider war ihr die Trostrunde versperrt. Sandra kämpfte sich souverän durch ihren Pool und konnte erst im Finale durch einen Kampfrichterentscheid nach 2:2 gestoppt werden. Sie sicherte sich die Silbermedaille. Am Samstag startete Alina Krämer in der Klasse u16 -47 kg, hier setzte sie sich in starken Kämpfen in drei Runden durch. Im Finale lag sie lange in Führung, doch ihre belgische Gegnerin zog zehn Sekunden vor Schluss an ihr vorbei – auch Alina erreichte Platz zwei in ihrer Kategorie. Lucas Maurer (Kata Senioren) hatte wenig Glück mit der Auslosung. In Runde eins scheiterte er an seinem tschechischen Kontrahenten, der seinerseits im  Halbfinale verlor. Somit konnte auch Lucas nicht in die Trostrunde einziehen. In der Klasse u18 -59 kg kämpfte anschließend Anna Woltering. Sie dominierte die Athletinnen aus Russland, Südafrika und Portugal bis der Halbfinalkampf mit 0:0 endete. Ihr aktiver Kampfstil zahlte sich aus, alle Kampfrichter entschieden den Kampf für sie. Im Finale ließ sie einer Ungarin keine Möglichkeiten – sie erkämpfte das erste Gold für das deutsche Team mit einem klaren 6:1-Sieg. Als letzte  Kämpferin startete Sandra Wiegers in der Leistungsklasse -68 kg. Sie hatte im ersten Kampf kein Glück, konnte sich aber durch die Trostrunde bis zur Bronzemedaille hochkämpfen. Mit diesen Erfolgen im Rücken gingen die Athleten/innen des deutschen Teams dann am dritten Tag in die Kumite-Mannschaftswettbewerbe. Alina Krämer, Jasmin Walther, Michelle Süß und Nele Häuselmann kämpften als Team u16. Sie kämpften sich gegen starke Konkurrenz, unter anderem  Gastgeber Rumänien, bis ins Finale gegen Ungarn durch. Hier verloren sie äußerst knapp, doch die Silbermedaille war ein sehr guter Lohn. Anna Woltering trat gemeinsam mit Sara Djapa und Leontien Wieder an. Ohne einen verlorenen  Kampf zogen die Mädels ins Finale. Auch das ukrainische Team fand keine Methode, die Athletinnen zu knacken – Christian Krämer freute sich mit den Kämpferinnen über den hoch verdienten ersten Platz. Bereits vor zwei Jahren hatte Sandra Wiegers Team-Gold geholt und setzte nun alles daran, dies zu wiederholen. Es wurde spannend. In der ersten Runde verlor Lucia Prior Carvalho den ersten Kampf. Stella Holczer glich aus, und Sandra musste gewinnen. Sie setzte sich mit 8:0 durch und rettete das Team in die nächste Runde.  Kampf um Kampf konnten die Athletinnen für sich gewinnen. Am Ende gelang ihnen die Titelverteidigung! Für Teamtrainer Christian Krämer ein riesiger Erfolg mit drei Gold-, drei  Silber- und einer Bronzemedaille zurückzukehren.

Text: Rüdiger Schulz und Judith Niemann
Foto: Rüdiger Schulz
(EMA)


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