Goju-Ryu: Stilrichtungslehrgang des KDNW war gut besucht

gojubeekinglg(EMA) Am Sonntag, 29.10.2017 richtete die Karate-Abteilung des TV Jahn im Auftrag des KDNW einen Stilrichtungslehrgang Goju-Ryu aus. Mit 26 Teilnehmern, die aus NRW und Niedersachsen angereist waren, war der Lehrgang gut besucht und bot beim Gruppenfoto zugleich eine schöne Kulisse für die Überreichung eines kleinen Geburtstagsgeschenkes an Dieter Roscher, der zwei Tage zuvor seinen 70. Geburtstag gefeiert hatte. Die Stimmung blieb auch beim anschließenden sehr intensiven Üben und Austauschen individueller Erfahrungen sehr gut und partnerschaftlich.

Im KDNW gibt es verschiedene Ausprägungen des Karate-Do, die letztlich alle ihre Wurzeln im aus China überlieferten Shaolin oder Kung-Fu haben. Als wesentliche Schlüssel einer Stilrichtung gelten die Kata. Kata enthalten offensichtliche Technikfolgen (Omote) und verborgene (Okuden), auch als versteckte, geheime, tödliche oder zumindest Kampf entscheidende Techniken bezeichnet. Durch intensive Auseinandersetzung mit der Kata und ihrer Vielfalt erschließt sich dem Übenden das Wesen der Stilrichtung und der Kampfkunst als Ganzes. Von den 12 Hauptkata im Goju-Ryu haben 9 ihren Ursprung in China und sind vermutlich über 2000 Jahre alt. Als „die Goju-Ryu-Kata“ wird Sei-inchin angesehen. Seeinchin ist eine der Ju-Kata, die Sensei Higashionna aus China mitbrachte. Sie entstammt dem sogenanten chinesischen „Weißer Kranich“-Stil und ist vor allem durch den sehr häufig vorkommenden Shiko-Dachi geprägt. Darin wird der Einfluß des Naha-Te deutlich, ein alter Stil, der durch seine tiefen Stände charakterisiert wird. Der Shiko-Dachi ist eine der Schlüsselstellungen des Goju-Ryu.

Zu den Kata werden auch überlieferte Geschichten weitergegeben, die zum Verständnis der philosophischen Bedeutung der Kampfkunst beitragen sollen.

Schwerpunkt des Lehrgangs war es an ausgesuchten Kata-Sequenzen die Spezifika des Goju-Ryu zu verdeutlichen. Dabei konnten die Teilnehmer die Effektivität der Techniken in der praktischen Anwendung vertiefen.

Außerdem wurden Partnerformen geübt, in denen die Stärken des Goju-Ryu zur Geltung kommen. Diese sind geprägt durch eher kurze Stände, seitliches Ausweichen und die richtige Mischung harter und weicher Techniken bis hin zu Wurftechniken, wie sie aus dem Judo bekannt sind. Darin liegt ein wesentliches Merkmal der Stilrichtung, dessen Begründer Chojun Miyagi die Formulierung zugesprochen wird: „Alles im Universum atmet hart und weich“! Daraus entstand der Name Go = Hart und Ju = Weich, Ryu steht für System oder Stilart. Goju-Ryu ist der Stil der Kampfkunst Karate-Do, der harte und weiche Techniken optimal verbindet.

Text und Foto: Frank Beeking
                                              


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