Goju-Ryu: Wechsel im Prüfervorstand

Fritz Nöpel und Uli Heckhuis(EMA) Im Rahmen eines Lehrganges der Karateabteilung des TuS St. Arnold am 17. Februar 2018 erwartete den Dojoleiter Ulrich Heckhuis (8.Dan) eine große Überraschung: Hanshi Fritz Nöpel (82 Jahre alt) überreichte ihm eine Ehrenurkunde und erklärte den anwesenden Karateka, dass er Uli Heckhuis zu seinem Nachfolger im Prüfervorstand des Goju-Ryu in Deutschland bestimmt habe. Er sei nun berechtigt, Dan-Grade bis zum siebten Dan sowie die Titel „Renshi“ und „Kyoshi“ zu vergeben. Dies ist nicht nur die Anerkennung seiner zahlreichen Verdienste in den vielen Jahren als Dojoleiter, Trainer, Kampfrichter und Funktionär in verschiedenen Aufgaben auf Landes- und Bundesebene, sondern auch die Verpflichtung, das Yuishinkan Goju-Ryu-Karate-Do im Sinne und Geiste von Großmeister Fritz Nöpel weiter zu führen und zu verbreiten. Die Nachfolge im Yuishinkan tritt Renshi Christian Winkler (6. Dan) an. Ihm obliegt die Verpflichtung, die guten Kontakte und die Vernetzung mit den Yuishinkan-Karateka in Japan zu pflegen und beizubehalten. Ulrich Heckhuis und Christian Winkler sehen sich nicht als Konkurrenten. Vielmehr ergänzen sich die Karatelebenswege, sodass einerseits die intensiven Beziehungen zu den japanischen Wurzeln gepflegt werden, andererseits die Integration des Goju-Ryu vorangetrieben wird. So wird weitere Entwicklung gefördert und Traditionelles bewahrt.

Zitat Ulrich Heckhuis:
„Intensives Training, sich am Trainingspartner behaupten und durchsetzen, und sich bewusst machen, welche verheerenden Wirkungen unsere Techniken entfalten können, das sind wichtige Aspekte im Yuishinkan. Ich muss so trainieren, dass die Techniken auch funktionieren können.“

Zur Person Ulrich Heckhuis:
Ulrich „Uli“ Heckhuis ist 63 Jahre alt. Er wohnt in Rheine (Münsterland) und trägt den 8. Dan. Gemeinsam mit Günter Woltering (heute 7. Dan) gründete er 1979 die Karateabteilung im TuS St. Arnold. Aus diesem Dojo sind mehr als 200 Dan-Graduierungen hervorgegangen. Das Dojoleiterteam konnte große sportliche Erfolge erreichen, internationale und nationale Titel in Kata und Kumite erzielen, die Sportförderung und parallel die Ausbildung der Meistergrade sind erklärtes Ziel. Auf sportpolitischer Ebene war Uli Heckhuis bereits im Rahmen der Fusion der Sportbünde zum DKV beteiligt. Er war Landes- und Bundesstilrichtungsreferent und leitete 18 Jahre lang als KDNW-Präsident die Geschicke des nordrhein-westfälischen Landesverbandes. Bis 2016 war er Vizepräsident des DKV, derzeit ist er im GKD Vizepräsident und Landesstilrichtungsreferent. Im Goju-Ryu hat er eine wichtige Position innerhalb der Bundesprüfungskommission, die A-Lizenzen vergibt und das Prüfungsprogramm beeinflusst. Auch in der Deutschen Dan-Akademie sowie im SOK war bzw. ist er als Funktionär aktiv. Ulis aktiver Schwerpunkt liegt im Dojo. Mit analytischem Blick hat er stets die Entwicklungen im deutschen und im internationalen Karate beobachtet, sowohl auf Wettkampfebene wie im traditionellen Karate-Do. Er ist Schüler von Hanshi Fritz Nöpel und Frank Beeking. Er hat sein Verständnis des traditionellen Karate stets eng mit Fritz Nöpel abgestimmt.

Text: Stefan Thole und Judith Niemann
Foto: Judith Niemann


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