Goju-Ryu: Jukuren-Tag 2018 in Kamen

(EMA) In der Zeit von 10 bis 18 Uhr fand am Sonntag, den 3. Juni 2018 ein Jukuren-Tag im Kamener Dojo statt. Meister Fritz Nöpel (Hanshi, 10. Dan) und Sensei Martin Nienhaus (Renshi, 5. Dan) leiteten den Lehrgang.
 
In der theoretischen Einführung erklärte der Meister zunächst den Unterschied zwischen Jukuren und Kyoshi. Bei der Interpretation eines Bildes aus dem Bubishi wurden dessen historische Aspekte angesprochen. Fritz erläuterte des weiteren die Bedeutung des Dojo Kun nicht nur für die Ausübung des Karate sondern auch für die Charakterschulung. Omote und Okuden waren ebenso Thema wie das Verhalten der Tiere als Vorbild in der Kampfkunst. Schließlich behandelte Fritz noch die Frage „Was ist realistische Selbstverteidigung?“
 
Den ersten praktischen Teil übernahm der Meister. Es ging um Sicherheit in den Ständen und Genauigkeit in der Technikausführung. Mit dem Partner wurden Angriff und Abwehr zu Jodan, Chudan und Gedan trainiert, wobei zuerst mit Age Uke, Joko Uke und Haraiotoshi Uke, danach mit Haishu Uke, Ura Kake Uke und Shuto Uke und schließlich mit Mae Mawashi Uke, Mawashi Uke und Otoshi Mawashi Uke abgewehrt wurde. Hierbei wurde der Unterschied zwischen Grundschule und Formschule deutlich.
 
Im zweiten Teil ließ Martin Gleichgewichtsübungen zur Achtsamkeit auf einen sicheren Stand ausführen. Es wurde versucht, durch Beinhakeln den Stand des Partners zu brechen. Die Mawashi Uke wurde weiter vertieft, bis hin zur Arbeit mit geschlossenen Augen. Außerdem ließ Martin Katasequenzen üben. Hierbei ging es um die Neutralisierung des Angriffs mit freier Weiterführung, je nach Gegner und dessen Verhalten.
 
Der dritte Teil, den ebenfalls Martin übernahm, stand ganz im Zeichen der Edlen Übungen der Alten aus der Jukuren No Kata. Wichtig war es Martin, dass die Teilnehmer ein Verständnis für die zugrundeliegenden Prinzipien und für den Umgang mit der Kraft des Angreifers entwickeln.
 
Den vierten Teil leitete dann wieder der Meister. Thema war die realistische Selbstverteidigung. Entscheidend ist dabei die Wahl der richtigen Waffe zum richtigen Ziel und die Bewusstheit darüber, was in einer Selbstverteidigungssituation gerade passiert.
 
Den Abschluss des Jukuren-Tages bildete ein Mondo. Eine gelungene Veranstaltung, bei der die rund 20 Teilnehmer zahlreiche Erkenntnisse gewannen!
 
Text: Heike Buck

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