30 Jahre Karate: KDNW-Frauenreferentin Christiane Vogel feiert Trainingsjubiläum

Christiane 30jAnlässlich ihres 30-jährigen Karate-Jubiläums hat Christiane Vogel die KDNW-Ehrenmedaille in Gold erhalten.

Wie bist Du zum Karate gekommen?
Christiane: „Ich bin über meine Schwester zum Karate gekommen. Sie hat damals im Karate Dojo-Buer trainiert.“

Wie hast Du die ersten Trainingseinheiten empfunden?
Christiane: „Ich fand den Anfängerkurs direkt toll. Ich war vorher in einem Fitness Studio, was ja damals richtig ‚in‘ war. Aber das Training in der großen Halle, im Karate Anzug, barfuß und mit so viel Power, war sehr besonders“.

Dann bist Du dabei geblieben, hast regelmäßig trainiert, Gurtprüfungen gemacht, an Wettkämpfen teilgenommen...
Christiane: „Der Spaß und die Menschen im Verein waren und sind heute noch Motivation pur. Zu Lehrgängen fahren, auch gerne mal eine ganze Woche, wie beim Gasshuku, war ein Vereins-Event und da hat man sich auch direkt zur nächsten Gürtel-Prüfung angemeldet. Das Kumite-Training war damals nur mit wenigen Frauen besetzt. Rainer unser Cheftrainer und heutiger Präsident des Karate-Dachverbandes NRW, hat schon vor 30 Jahren das Training für Frauen gefördert und wir hatten unseren Platz. Auf Turnieren wie Münster- Hellwig- oder Ruhrpokal sind wir durchgestartet und haben Pokale für den 1. Platz mit nach Hause gebracht.“

Was bedeutet das Training für Dich nach einem ganz normalen Tag? Du kommst ja nach Arbeit und Familie doch bestimmt auch das Eine oder andere Mal erschöpft zum Training.
Christiane: „Training bedeutet Ausgleich, Stressabbau und ja manchmal komme ich erschöpft zum Training, gehe aber fast immer ausgeglichen und mit einem guten Gefühl wieder nach Hause.

Es sind ja nicht nur 30 Jahre Karate, sondern auch 30 Jahres Vereinszugehörigkeit im KD Buer. Erzähl doch mal...was macht unseren Verein (für Dich) aus?
Christiane: „Für mich ist der Verein ein Stück von meinem Leben. In den 30 Jahren sind viele Freundschaften entstanden, die ich nicht missen möchte. Unser Verein bietet ein super Training mit vielen Facetten des Shotokan-Karates, keine Spezialisierung nur auf ein Segment. Das finde ich klasse.

Du bist 2. Vorsitzende im Verein, hast also auch Verantwortung übernommen, nicht „einfach“ nur trainiert – was hat dich dazu bewogen? Es ist ein zusätzlicher Zeitaufwand. Bedeutet auch enge Zusammenarbeit mit dem 1. Vorsitzenden. Da ist ja im Laufe der Jahre bestimmt einiges zu regeln und zu bewältigen gewesen (abgesehen vom „Tagesgeschäft“); Wie erlebst Du das?
Christiane: „Mich hat bewogen etwas Sinnvolles zu tun. Für und mit Menschen. Ich erlebe das ehrlicherweise manchmal auch als Belastung, da ich Vollzeit berufstätig bin. Auf der anderen Seite bekomme ich viel zurück. Das Organisieren eines Kinderturniers, die Planung und Durchführung der Weihnachtsfeier, der Besuch von Lehrgängen, alles gemeinsam mit den Vereinsmitgliedern und dem Vorstand macht richtig Spaß. “

Du gibst auch regelmäßig Einsteigerkurse, befasst Dich also direkt mit den ersten Schritten im Karate – wird das nie langweilig? Worin liegt der Reiz?
Christiane: „Der Reiz liegt für mich im Kennenlernen von neuen Menschen und darin sie für unseren Sport zu begeistern, Und natürlich freuen wir uns sehr, wenn sich die Teilnehmer im Verein anmelden, bei uns bleiben und sich weiterentwickeln.“

Du bist Frauenreferentin im KDNW. Wie gestaltet sich dieses Amt?
Christiane: „Die Arbeit im Verband ist abwechslungsreich. Ich nehme als Frauenreferentin grundsätzlich an den Leistungssportsitzungen des KDNW teil. Mit den zwei Serien für Frauen ‚Angstfreien Kämpfen‘ und ‚Selbstverteidigung und Selbstbehauptung‘ haben wir zwei wiederkehrende Angebote in NRW platziert und das Frauennetzwerk ausgebaut. Ich organisiere den Landesfrauentag und nehme auch am Bundesfrauentag teil. Dort treffe ich die Vertreterinnen aus den anderen Ländern. Ich kann meine Erfahrungen gut einsetzen und habe auch im Verband Möglichkeiten mich weiterzuentwickeln.“

Damit immer noch nicht genug – Du hast Dich vor zwei Jahren der Prüfung zum 4. Dan gestellt. Das bedeutet ausdauerndes, intensives Training, regelmäßiger Zeitaufwand. Was hat Dich dazu bewogen?
Christiane: „Eine Prüfung ist ein Trainingsreiz und ein Ziel, dass ich mir setze. So kann ich mich weiterentwickeln und lerne dazu, da es eine lange und intensive Vorbereitung voraussetzt.“

Was kann Karate denn für Kinder sein? Für ihre Entwicklung? Wir haben im Verein ja große Kindergruppen, und auch der Verband (KDNW) tut sehr viel für die Kinderausbildung, -förderung.
Christiane: „Ich denke, dass Bewegung grundsätzlich förderlich für Kinder ist, das ist ja nichts Neues. Karate spricht viele Bereiche an, die für die Entwicklung von Kindern positiv sind. Es beinhaltet lockeres Aufwärmen mit Spielen oder Geschicklichkeitsübungen. Balance, Körperspannung und Koordination sind wesentliche Bestandteile eines Kindertrainings. Auch lernen die Kinder neben den Karatetechniken, das trainieren mit dem Partner oder der Partnerin. So kommen Respekt, Etikette und Höflichkeit dazu. Aber vor allen macht es Spaß!“

Es soll nicht beim Resumée, also beim RÜCKblick, bleiben. Schau bitte mal voraus: Wie geht’s für Dich weiter? Was wünscht Du Dir fürs Karate, für den Verein, den Verband? Vor allem: für Dich?
Christiane: „Ich wünsche mir, dass es so weiter geht wie bisher. Der Mix zwischen Training, Vereins- und Verbandsarbeit ist toll. Auf die nächsten 30 Jahre!“

„Faszination Karate“?!
Christiane: „Eine wahnsinnig tolle Sportart, die die Balance zwischen Körper und Geist ins Gleichgewicht bringt. Darüber hinaus die Gesundheit fördert, fit hält und einen Ausgleich zum Alltag schafft.“

Interview: Birgit Buddendiek


Mitglied im DKV

Footer9

KARATE2014 Logo

 

Ihr findet uns auch hier ...

kdnw facebookkdnw twitterkdnw rss