Aus unseren Dojos: Ishikawa Sensei auf Deutschland-Tournee

ishikawa Tadashi Ishikawa, ein Studien- und Trainingskamerad von Hideo Ochi (Bottrop), bereiste auch in diesem Jahr wiederum Deutschland. Der international bekannte Großmeister war zehn Jahre lang verantwortlich für das Karatetraining an der Takushoku-Universität in Tokio, einer Kaderschmiede des Shotokan-Karate, die zahlreiche national und international erfolgreiche Sportler hervorbrachte. Heute noch gibt er sein Wissen und Können weltweit auf Seminaren weiter, wobei eines seiner Spezialgebiete das Karate für Rollstuhlfahrer ist.

Die ersten Stationen seiner Deutschlandreise waren in Norddeutschland Kiel und Delmenhorst, danach ging es in NRW zu den Karateabteilungen der Vereine PSV Aachen, SV St. Tönis 1911, TC Gelsenkirchen 1874 und Turnerbund Burgsteinfurt 1862. Den Abschluss bildete ein Trainingsabend in Sindelfingen (Baden-Württemberg), bevor Ishikawa wieder die Heimreise antrat.

Ishikawa Sensei, der immer noch beeindruckend schnell und beweglich ist, legt bei seinem Training großen Wert auf die Grundschularbeit. Um starke Techniken ausführen zu können, sind die korrekte Fuß- und Hüftstellung sowie die Flexibilität des gesamten Körpers notwendig. So standen am Anfang Dehnungsgymnastik und Kräftigungsübungen der Beine im Vordergrund. Im Kihon wurden überflüssige Bewegungen korrigiert: die Füße müssen den Kontakt zum Boden halten, der gesamte Körper soll sich als Einheit bewegen, die Techniken sollen ohne Umwege ins Ziel gebracht werden, alle Aktionen müssen fließend und locker sein! Diese Flexibilität muss sich auch in Kata und Kumite wiederfinden, denn je starrer eine Technik, desto langsamer ist sie auch.

Ungewöhnlich für einen asiatischen Trainer fordert Tadashi Ishikawa die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf, Fragen zu stellen. Als sich bei einem der Lehrgänge niemand meldete, fing er an zu lachen: „Ihr seid ja japanischer als die Japaner!“ Lächelnd fragte er dann, ob die Karateka daran interessiert seien, schnellere Fausttechniken zu bekommen. Klar, das wollten alle. Und dann lüftete Ishikawa Sensei das Geheimnis und ließ uns mitmachen: Alle mussten in den Liegestütz, und dann fing der ältere Herr an zu pumpen, wobei er gleichzeitig noch auf Japanisch bis 100 zählte!

Bild: Tadashi Ishikawa lässt, wie hier in Gelsenkirchen, Tritttechniken auch aus der Bodenlage üben, damit die Teilnehmenden sich ohne Gleichgewichtsprobleme besser auf die korrekte Ausführung konzentrieren können.

Text und Bild: Dieter Kießwetter

(ema)


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