Aus unseren Dojos: Zwei ausgezeichnete Lehrgänge im Shotokan-Karate Dojo Bad Salzuflen

Petrella Akita Lehrgang 1-2Frank Herholt (4. Dan), 1. Vorsitzender des Shotokan-Karate Dojo Bad Salzuflen, hat es sich zum Ziel gesetzt, mehrfach im Jahr in den vereinseigenen Räumlichkeiten Lehrgänge für geladene Gäste zu organisieren. Hierzu lädt er hohe und bekannte Karate-Meister unabhängig von Verbandszugehörigkeit oder Stilrichtung ein. „In Bad Salzuflen möchten wir uns dem Karate widmen, nicht der Politik“, so Frank.

Seiner Einladung gefolgt ist Mitte des Jahres Pascale Petrella (7. Dan), langjähriger Schüler und Assistent von Shihan Taiji Kase. Pasquale (Pascal) Petrella ist Gründer des Kase Ha Shotokan Ryu Karate Do-Deutschland (KSK Deutschland) und Mitglied der Shihan-Kai Kase Ha Shotokan Ryu Karate Do–Academy. Er lehrte die Lehrgangsbesucher in zwei unterschiedlichen Leistungsgruppen Kata Bunkai, Kumite mit multidirektionalen Richtungen und die 9 offenen Hände nach Kase Ha. Besonderen Wert legte er auf den gezielten Angriff und die richtige Atemtechnik.

Im September folgte dann der Besuch von Sensei Shinji Akita.

Sensei Akita wurde im April 1965 in Gifu (Japan) geboren. Mit Sumo, Kendo und Judo begann er seine Kampfkunstausbildung bereits in der Grundschule. Mit 12 Jahren wurde er Matsuda Sensei vorgestellt und in dessen Dojo in Gifu eingeladen, wo zu der Zeit auch Aragane Sensei und weitere Absolventen des berühmten Takudai Karate Clubs trainierten. Im Alter von 18 Jahren immatrikulierte er an der Takushoku Universität in Tokio – einer der ältesten Hochschulen Japans. Nach seinem Universitätsabschluss im Jahre 1988 entschied er sich, nach England zu gehen, um dort unter Kawasoe Sensei zu trainieren. Später wurde er dessen Assistent und arbeite insgesamt 15 Jahre für ihn.

Inzwischen lebt er in Deutschland und hat im Oktober 2009 sein Dojo „Sakuragaoka" in Limburg an der Lahn eröffnet.

Akita Sensei vertritt die Ansicht, dass es wenig Sinn mache, seinem Karate immer mehr neue, andere (fremde) Techniken einzuverleiben, sondern lieber Unnötiges weglassen sollte, sich also auf Grundsätzliches zu konzentrieren ‑ auf die Basis eben ‑ und so dem eigenen Karate von unten herauf neue Qualität zu geben.

Am ersten Lehrgangstag, nach dem obligatorischen Aufwärmen, begann das Training mit der Grundübung Mae te zuki Jodan / Gyaku zuki Chudan im Stand (Zenkutsu Dachi), zuerst nur die Hüftbewegung, danach mit Zuki. Nach den Zukis kamen die Geri an die Reihe, und das Ganze sehr „oberschenkelfreundlich”.

Akita Sensei zeigte den Teilnehmern, dass man dazu neigt, bei zunehmendem Tempo die Aufmerksamkeit, das innere Auge, immer mehr vom Hara nach oben wandern zu lassen, äußerlich erkennbar am zunehmenden Hochziehen der Schultern und Anspannung im Oberkörper. Hier lautet sein Rezept: WEGLASSEN (Seinlassen)! Anschließend wurde das Erlernte in den Kata‘s Heian Nidan und Bassa Dai weiter vertieft.

Auf beiden Lehrgängen waren ca. 70-80 geladene Gäste aus den Verbänden DKV, DJKB und KSK, u. a. aus Bous, München, Berlin Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Osnabrück, Bünde, Bad Oeynhausen und Herford angereist. Die Teilnehmer*innen und die Sensei zeigten sich begeistert von den Räumlichkeiten und von der Gemeinschaft und Professionalität, die im Dojo Bad Salzuflen gelebt wird. Frank Herholt hat sich vorgenommen, auch für 2020 weitere Lehrgänge verbands‑/stilrichtungsoffen zu organisieren und die Räumlichkeiten auch zukünftig wieder für Veranstaltungen der Verbände anzubieten, wie beispielsweise für die Gewaltschutztrainer-Ausbildung durch den DKV im November.

Text und Foto: Frank Herholt


Mitglied im DKV

Footer9

KARATE2014 Logo

 

Ihr findet uns auch hier ...

kdnw facebookkdnw twitterkdnw rss