Aus unseren Dojos: Wer sich nicht bewegt, verliert. Lehrgang für Goju-Ryu Karate-Do und Selbstverteidigung in Münster

KisakiMuenster Gruppe Nov 2019 HönerGut 100 Karateka hatten sich teils lange im Vorfeld angemeldet, um am 30. November beim Lehrgang mit Uli Heckhuis (9. Dan Hanshi) und Jürgen Kestner (7. Dan) in unserem Dojo in Münster teilzunehmen. Die große, lichtdurchflutete Sporthalle Münster-Ost war also sehr gut gefüllt, als Ludger Niemann für das Dojoleiter-Team die beiden Kampfkunstmeister begrüßte. Karateka aus zwanzig Vereinen von Flensburg bis Heidelberg waren angereist.

„Mit der Zusammenstellung des Trainerteams scheinen wir einen Nerv in der Szene getroffen zu haben“, freute sich Ludger. Die Referenten ergänzten sich hervorragend. Während Uli die Teilnehmer mit einer Mischung aus anspruchsvoller Theorie und Praxisübungen forderte, zeigte Jürgen, wie man die Schätze des Goju-Ryu Karate im realistischen Kampf nutzen kann. „Diese Schätze, die wir in der Stilrichtung haben, muss jeder Karateka selbst heben und sich zu eigen machen“, forderte er die Sportler auf. „Im Goju-Ryu ist alles bereits vorhanden, was man für eine effektive Verteidigung benötigt“, fügte er hinzu. Beim Ausprobieren merkten die Teilnehmer schnell, dass unablässiges Trainieren den Unterschied ausmacht. Gewohnte Bewegungsmuster müssen auch mal verlassen werden, um die gelernten und bereits automatisierten Techniken mit neuen Schwerpunkten anders anwenden zu können. Spannend wurde es, als Ausdauer fordernde Drills auf Zeit in die Handpratzen geschlagen oder Kampfsituationen von einem Wackelbrett aus geübt wurden.

„Schnelligkeit macht den Unterschied im Kampf aus“, erklärte Uli Heckhuis während seinen Trainingseinheiten. „Oder anders: Wer sich nicht bewegt, verliert.“ Die für das Yuishinkan typischen traditionellen Partnerformen des Kumite Ura und der Nage Waza würden oft so routiniert „abgespult“, dass sie ineffektiv werden. Eine hohe Schnelligkeit in den Bewegungsimpulsen, optimal angepasste Distanz zum Trainingspartner, hohe Zielgenauigkeit und der Ehrgeiz, mit der Technik auch eine Wirkung erzielen zu können, sollten stets Begleiter im Training sein. Mit einigen Tipps ausgestattet versuchten sich die Teilnehmer erneut an den Partnerformen. „Mehr Energie! Viel mehr Tempo - sehr cool!“, so die Aussage einer Kämpferin mit Erstaunen in der Stimme.

Uli untermauerte seine Überzeugungen mit Videosequenzen. Viele Teilnehmer konnten so erstmals Kata-Darbietungen von Tomuharu Kisaki (Begründer der Yuishinkan-Schule im Goju-Ryu) sehen, die erstaunliche Schwerpunkte in der Technikausführung zeigten. Außerdem untermauerte er seine Thesen zu Bewegungsimpulsen, Schnelligkeit und Kraftentfaltung mit kurzen Filmen aus unterschiedlichen Trainingssituationen im traditionellen und wettkampforientierten Karate.

„Der Lehrgang war topp“ äußerte sich ein Teilnehmer enthusiastisch, als nach vier intensiven Stunden Schluss war. Die Kombination von Goju-Ryu Input und Selbstverteidigungstraining hat sich als begeisternd herausgestellt – eine Wiederholung in 2020 wird bereits überlegt.

Kisaki Karate-Do Münster dankt dem GOJU-Ryu Karate-Bund Deutschland GKD für die Unterstützung des Lehrgangs!

Text: Judith Niemann
Foto: Alexandra Höner

(ema)


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