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KARATEbyJesse: 51 ungewöhnliche Arten, Kata zu trainieren (Teil 1)

KataMagst du Kumite? Du Glücklicher! Online findest du blitzschnell tausend verschiedene Vorschläge für dein Training. Aber wie schaut es mit Kata aus? Was ist mit den Millionen Karateka weltweit, die Tipps fürs Kata-Training suchen? Nichts. Selbst lange verzweifelt auf der Suche, entschied ich mich, die Sache in die Hand zu nehmen. Hier kommen meine 51 Lieblingsübungen fürs Kata-Training – ganz unabhäging von der Stilrichtung. Denn in Kata steckt so viel mehr als man auf den ersten Blick sieht. Los geht‘s!

1. Mach die Kata spiegelverkehrt.  
Studien zeigen, dass es auch die Ausführung auf der „normalen“ Seite verbessert, wenn man etwas auf der entgegengesetzten Seite macht, da dabei die Nervenbahnen in deinem Gehirn, die mit dem Bewegungsmuster der Kata verbunden sind,  sozusagen „geschmiert“ werden. Dies ist auch als „kontralateraler Trainingseffekt“ bekannt. Also, dreh alles rum!

2. Mach die Kata rückwärts.
Fang mit der letzten Bewegung an und hör mit der ersten Bewegung auf. Das ist ähnlich, wie die Kata spiegelverkehrt zu machen, nur etwas schwieriger.

3. Mach die Kata rückwärts und spiegelverkehrt.
Das ist der ultimative Garant für Gehirnsalat. Natürlich lautet das Ziel dabei, alle Techniken mit voller Kraft und Geschwindigkeit zu machen. Viel Glück!

4. Mach die Kata mit geschlossenen (oder verbundenen) Augen.
Indem du einen deiner Sinne ausschaltest (hier das Sehen), verbesserst du den Fokus  und die Aufnahmefähigkeit deiner anderen Sinne, also z.B. Gleichgewicht und Hören.

5. Mach alle schnellen Bewegungen langsam.
Dein Körper und Geist sind darauf ausgelegt, immer den Weg des geringsten Widerstandes zu wählen. So funktioniert der Mensch nunmal. Leider führt das oft zu automatisiertem „Schummeln“ bei den schwierigen Sequenzen der Kata, wo du dann den Schwung aus den schnellen Bewegungen ausnutzt. Dieses Problem kannst du hier angehen.

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KARATEbyJesse: Die drei Schlüssel zu unglaublichem Kime in deinen Techniken

fist-1148029 1920Frage: Möchtest du dein Kime verbessern? Na klar! Kime ist diese magische Geheimzutat, die gute Karateka von großartigen Karateka unterscheidet. Es ist die neuromuskuläre Kontraktion in einem Sekundenbruchteil am Ende deiner Techniken. (Auch bekannt als: „Wow, deine Schläge knallen vielleicht!“) Aber daran ist nichts Magisches. Alles eine Frage der korrekten Technik.

Drei Wege führen zum Kime: Entspannung. Anspannung. Timing.
Die meisten Leute sind gut in einem oder zwei dieser drei Aspekte. Aber... du brauchst sie alle drei! Also schauen wir uns einmal genauer an, was du verbessern kannst. Los geht‘s!

1. Die Entspannung
Erinnerst du dich daran, wie du zum ersten Mal Fahrrad gefahren bist? Du warst wahrscheinlich ziemlich steif und unbeholfen. Aber nach ein paar Tagen hattest du dann den Dreh raus, oder? Und heute kannst du freihändig Fahrrad fahren. Du bist so entspannt!
Entspannung ist essenziell für meisterhaftes Können. Auch im Karate.
Das erste, was du über Kime wissen musst, ist, dass es aus der Entspannung kommt.

Kime kommt aus der Entspannung!
Wenn du angespannt bist, bist du langsam. Wenn du entspannt bist, bist du schnell.
Das Problem besteht darin, dass die meisten Leute nicht wissen, wie man sich entspannt. Sie sind von ihrem Alltag so gestresst, dass sich ihr zentrales Nervensystem in ständigem Kampf-oder-Flucht-Modus befindet. Und diese Einstellung tragen sie dann auch ins Dojo.

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KARATEbyJesse: Fünf Tipps, wie man Nervosität im Karate in den Griff kriegt

Jesse4WebBist du jemals vor einer Karate-Veranstaltung nervös gewesen? Damit bist du nicht allein! Schlaflose Nächste, Extra-Trainings und negative Selbstkommunikation kennt jeder, der vor einem Wettkampf oder einer Prüfung steht. Solche Ereignisse setzen Stresshormone frei und lösen Angst aus. Aber das Problem ist nicht, dass du nervös bist. Das Problem ist, wie du damit umgehst!

Heute will ich dir beibringen, wie du deine Nervosität im Karate besiegen kannst. Das ist aus verschiedenen Gründen wichtig. Zum Beispiel... Angst ist ein häufiges Problem, wenn man vor einer Gürtelprüfung steht. So ähnlich, wie wenn man öffentlich eine Rede halten soll. Neben der Furcht, zu versagen, hast du auch Angst davor, deinen Sensei zu enttäuschen und von den Zuschauern negativ beurteilt zu werden. Die Schmetterlinge in deinem Bauch können dich zum Übertraining verleiten, nur damit du dich besser vorbereitet fühlst. Leider verletzen sich viele Kampfsportler auf Grund dieses paranoiden Übertrainings. Das ist ein Grund, warum du dein Nervenkostüm unter Kontrolle behalten solltest. Ein weiterer Grund ist, dass Angst nachweislich negative Auswirkungen auf die Aufmerksamkeitsspanne und das Kurzzeitgedächtnis hat. Anders gesagt: Deine Nervosität kann deine Leistung untergraben.  Zum Glück gibt es Abhilfe...

Wie man  Nervosität im Karate in den Griff kriegt

Bevor wir uns mit den spezifischen Methoden befassen, musst du dir eingestehen, dass du nervös bist. Versuche nicht, dass zu ignorieren oder abzutun. Du musst verstehen, dass es normal ist, so zu fühlen! Wenn du das erst einmal akzeptiert hast, ist der nächste Schritt, sich mit den spezifischen Faktoren auseinanderzusetzen, die deine Nervosität verursachen (oder verschlimmern). Hier kommen meine fünf Tipps, um Nervosität zu verringern oder zu besiegen.

#1 Positive Verstärkung („Ich gehöre  hierher.“)
Du startest aus einem guten Grund bei einem Wettkampf oder legst eine Prüfung ab. Weil du dorthin gehörst!
Dein Sensei oder Coach denkt, dass du bereit dafür bist. Wenn du also deinen eigenen Fähigkeiten schon nicht traust, solltest du zumindest auf das Urteil desjenigen vertrauen, der dich hergeschickt hat.
Sag dir selbst: „Ich gehöre hierher!“

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KARATEbyJesse: Die Karate-Challenge für einen laserscharfen Fokus

secret-2725302 640Ein heißer Augustabend im Jahr 1952. David Tudor betrat die Bühne der Maverick Konzerthalle in New York. In der Hand eine Stoppuhr. Er setzte sich ans Klavier und schloss den Deckel. Dann saß er für vier Minuten und 33 Sekunden in völliger Stille da. Ohne das Klavier auch nur zu berühren.

Das war die Weltpremiere des Stückes 4‘33‘‘ des Komponisten John Cage, bei dem der Pianist vier Minuten und 33 Sekunden lang keinen Ton erzeugen soll. Das Publikum war schockiert! Es versteht sich von selbst, dass die Titelseiten voll waren von dieser „Nicht-Darbietung“.

Stille existiert nicht.

Später sagte der Komponist in einem Interview: „Das Publikum hat das Wesentliche nicht begriffen. So etwas wie Stille gibt es nicht. Was sie für Stille hielten, war voller zufälliger Geräuschen. Man konnte den Wind draußen pfeifen hören, es tropfte Regen aufs Dach und die Leute selbst machten jede Menge interessante Geräusche, während sie sprachen oder den Raum verließen.“

Stille macht uns unwohl.

Faszinierend. In der Stille fühlen die Leute sich unwohl. Warum? Weil wir auf uns selbst lauschen müssen, wenn die Umgebung nicht mit Tönen angefüllt ist. Und viele Menschen fühlen sich nicht wohl mit sich selbst. Tatsächlich ist der innere Dialog bei manchen vergiftet. Gibt es ein besseres Gegengift als Karate?

Challenge: Shut up & Train!

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KARATEbyJesse: Karate-Training trotz Gelenkschmerzen (Arthrose)

arthrocalman-2384253 640Hast du Gelenkschmerzen beim Karate-Training? Vielleicht ist das Arthrose. Arthrose ist die wissenschaftliche Bezeichnung für eine „chronische Gelenkentzündung“. Normalerweise sind davon Menschen über 50 betroffen. Aber man kann auch schon in den 20ern und 30ern darunter leiden, besonders als Kontaktsportler.

Da bildet Karate keine Ausnahme. Am meisten sind hier Knie und Hüfte von Arthrose betroffen. Wenn deine Knie und Hüften von tiefen Ständen und hohen Fußtechniken schmerzen, hast du vielleicht Arthrose. Aber keine Sorge – da bist du in guter Gesellschaft! Masutatsu Oyama, der legendäre Begründer des Kyokushin Karate, hatte schlimme Athrose. Dennoch wurde er einer der berühmtesten Karate-Kämpfer. Auch du kannst die Arthrose bekämpfen.

Ursachen für Arthrose
Also, was ist überhaupt die Ursache für Arthrose? Auch wenn Arthrose vermehrt bei älteren Menschen auftitt, ist das Alter an sich kein großer Einflussfaktor. Vielmehr sind starke Belastung und Rotationskräfte, die auf das Gelenk wirken, verantwortlich. Deshalb bekommen Leute, die Kontaktsportarten und Karate ausüben, häufiger Arthrose als andere. Einfach gesagt – dein Gelenkknorpel wird schneller abgenutzt als er sich wieder aufbaut. Über einen längeren Zeitraum summiert sich dieser Schaden.

Die Gründe hierfür sind:

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KARATEbyJesse: Drei Unterschiede zwischen östlichem und westlichem Karate

japan-1841199 640„Wie war‘s beim Training.“ „Großartig! Der Sensei hat mich gar nicht korrigiert!“ Das habe ich einem Freund nach meinem ersten Training in Okinawa (Japan) geantwortet. D‘oh! Wie blauäuig ich war! Denn wenn ein japanischer Sensei deine Techniken nicht kritisiert, dann ist das ein schlechtes Zeichen.

Es bedeutet, dass du noch nicht bereit bis für Verbesserungen. Ich dachte jedoch, es wäre ein gutes Zeichen.  Aber was kann man auch anderes von einem 20-jährigen schwedischen Jungspund erwarten, der seinen Träumen am Geburtstort des Karate nachjagt?

Zwar hatte ich damals schon mehrere Monate an der Universität von Okinawa studiert, die östliche Denkweise aber immer noch nicht verstanden. Ich musste sie erst am eigenen Leib erfahren... Folgendes habe ich dabei herausgefunden:

1 . Prozessorientiert vs. zielorientiert
Im Westen sind wir überfokussiert auf die Zielsetzung. Daran ist nichts falsch. Auch ich liebe es, Ziele zu erreichen. Aber im Osten geht es um die Reise. Um das Streben, nicht um das Erreichen. Das heißt, es ist nicht annähernd so wichtig, den Schwarzgurt zu bekommen wie einer zu sein. Und eine Meisterschaft zu gewinnen, ist nicht annähernd so wichtig wie ein Champion zu sein.

Verstanden?

Deshalb haben östliche Kampfkünstee das Suffix „-do“ (z.B. Judo, Kendo, Aikido, Karatedo usw.). „Do“ bedeutet wörtlich „Pfad“ oder „Weg“. Aber es geht dabei natürlich nicht um einen Weg im wörtlichen Sinne, sondern um einen spirituellen. Eine stetige Reise der Selbstentdeckung. Fortschritt vor Perfektion.

2. Lernen durch Fragen vs. Lernen durch Tun

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KARATEbyJesse: Vier kraftvolle Geisteshaltungen des traditionellen Karate

KARATEbyJesse: 4 kraftvolle Geistenhaltungen des traditionellen KarateAlles beginnt im Kopf. Mit einer sehr schlechten Geisteshaltung kommst du morgens nicht einmal aus dem Bett. Beim Karate ist das nicht anders. Die Kunst des Karate kennt verschiedene Geisteshaltungen. Heute möchte ich dir vier davon vorstellen: Shoshin, Mushin, Fudoshin und Zanshin. Aufgepasst!

#1: Shoshin – Geist des Anfängers
Wenn ich ein neues Dojo besuche, ziehe ich einen weißen Gürtel an. Warum? Weil ich damit Shoshin zeige.
„Shoshin“ ist Japanisch für „Geist des Anfängers“.
Also eine aufgeschlossene und lernbereite Einstellung, ohne vorgefasste Meinungen, Urteile und Voreingenommenheit.
Shoshin ist wesentlich fürs Karate, weil dein Geist wie ein Fallschirm ist – er funktioniert nicht, wenn er geschlossen ist.
Die Herausforderung besteht darin, sich Shoshin zu bewahren, wenn man mit seinen Graduierungen weiter fortschreitet.

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